Deutsche Gemmologische Gesellschaft

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World Diamond Congress und International Diamond Manufacturers Association-Meeting vom 16. bis 19. Mai 2016

In Dubai fand vom 16.- bis 19. Mai der World Diamond Congress 2016 unter dem Motto “Transparency-Responsibility-Sustainability” statt. In diesem Rahmen trafen sich internationale Vertreter von Schleifereien, die IDMA (International Diamond Manufacturers Association) sowie Vertreter der internationalen Diamantbörsen (World Federation of Diamond Bourses). Alle zwei Jahre richten IDMA und die WFDB diesen Kongress aus. Dieses Jahr war Fabian Schmitz, Mitarbeiter der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft, ebenfalls Delegierter bei dem WDC und nahm in den Sitzungen der IDMA teil. Hauptthema war die Frage, wie synthetische Diamanten deklariert werden sollen, sowie wie in Zukunft natürliche Diamanten vermarktet werden, um sie klar von synthetischen Diamanten abzugrenzen. Die Wichtigkeit des Diamantgewerbes für einige Länder und Notwendigkeit des Erkennens synthetischer Diamanten durch Testgeräte wurde besonders hervorgehoben. Synthetische Diamanten sollen nicht gemischt werden mit natürlichen Diamanten, die Verantwortung der entsprechenden Produzenten wurde bestärkt. Ebenso wurden verschiedene Konzepte zur Vermarktung natürlicher Diamanten vorgeschlagen, einhergehend mit Zertifizierung der Herkunft, Kimberley-Prozess, nachhaltiger Arbeitsbedingungen und transparenter Verkaufspraxis. Es gab angeregte Diskussionen über weitreichende Themen, so auch die aktuelle Preisentwicklung von Rohware und geschliffenen Diamanten als auch wie man langfristige Preisstabilität gewährleisten könne. Dabei ist besonders die Rolle der Finanzierung von Schleifereien und dem Marketing zu berücksichtigen, strategische Ideen wurden aufgestellt und werden bei einem nächsten Treffen erneut besprochen. Das Rahmenprogramm des WDC begrüßte Redner aus unterschiedlichen Diamant-Branchen.

 

schmitz dubai wdc2016

Von links: Gerd Meng, Idar-Oberstein; Fabian Schmitz, Deutsche Gemmologische Gesellschaft, Idar-Oberstein und Edward Asscher, Amsterdam, früherer Präsident des WDC.

Der Vositzende des Dubai Multi-Commodities Centre (DMCC) sowie des Kimberley-Prozesses in der WDC, Ahmed Bin Sulayem, begrüßte die Gäste im Almas-Tower. Dubai Diamond Exchange (DDE)-Vorsitzender Peter Meeus bekräftigte den Ruck, den der Diamantmarkt nach Fernost erlebe. WFDB Präsident Ernie Blom sprach über die Umsetzbarkeit der drei Schlagworte „Transparency, Responsibility and Sustainability“. Der in der IDMA-Sitzung zum neuen Präsidenten gewählte Ronnie Van der Linden machte deutlich, dass bezüglich der Unterscheidung und Deklaration synthetischer Diamanten die Pflicht bei allen liege, sowohl bei den Produzenten von Rohdiamanten als auch bei denen von synthetischen Diamanten, damit das Geschäft für den Kunden attraktiv bleibt. Das WDC wählte Andrey Polyakov (Alrosa) zum neuen Präsidenten. Weitere Redner aus der internationalen Diamantbranche waren Geshe Michael Roach, Jean-Marc Lieberherr (Rio Tinto & DPA), Davy Blommaert, Biju Patnaik, Rajiv Jain. Tim Dabson leitete den Kongress als Moderator, Ringdiskussionen wurden geführt von Howard Davies (DeBeers), Mahesh Khemlani, David Boufard, Gert van Reissen, Erik Jens und Feriel Zerouki.